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Willkommen beim Siebenbürgen-Institut an der Universität Heidelberg!

Bibliothek und Archiv sind wie bisher zu den angegebenen Öffnungszeiten bzw. nach Anmeldung zugänglich

21/04 2016

AKSL-Jahresversammlung am 10. September 2016 in Kloster Helfta bei Eisleben

In diesem Jahr wird die Jahresversammlung an einem besonderen Platz stattfinden: in Martin Luthers Geburtsort Eisleben. Im Vorfeld des großen Jubiläumsjahres der 500. Wiederkehr der Publikation der 95 Thesen – dem Beginn der von Wittenberg ausgehenden deutschen Reformation – sollen die Wechselwirkungen der Reformation im Zentrum stehen. Ungarn und Siebenbürgen waren an der mitteleuropäischen Peripherie umkämpft: Die osmanische Expansion drohte nach Mitteleuropa vorzustoßen. Für die Ausbreitung der Reformation waren die Niederlage bei Mohács (1526) und die mangelnde Durchsetzungskraft der habsburgischen Herrscher wichtige politische Voraussetzungen. In Siebenbürgen mit den Partes, in anderen Teilen Ungarns und in Kleinpolen setzte sich anfänglich die von Wittenberg ausgehende reformatorische Richtung durch, später traten dazu die Rezeption der schweizerischen Reformation und weiterer radikaler Strömungen, die vom humanistischen Milieu Norditaliens ausstrahlten, bis hin zur Konfessionsbildung unter den antitrinitarischen Unitariern. Eine äußerst spannende Entwicklung, die auch die „Ecclesia Dei Nationis Saxonicae“ herausforderte. Schließlich wurden mit der allgemeinen Religionsfreiheit auf dem Thorenburger Landtag (1568) die Grundlagen für Siebenbürgen als Pionierregion der Religionsfreiheit gelegt. Vier Konfessionen (genannt Religionen) wurden 1595 endgültig genannt: Katholische, Lutherische, Reformierte und Unitarische Kirchen; und die politisch nicht vertretene Orthodoxe Kirche mehr oder weniger toleriert. 

Programm

Samstag, 10. September 2016

8:30-10:30 Uhr: Begrüßung und Vorträge

Prof. Dr. Volker Leppin (Universität Tübingen): Zwischen Endzeit und realer Politik. Wahrnehmungen Südosteuropas und der Türkengefahr in Wittenberg
Prof. Dr. Zoltán Csepregi (ELTE Budapest): Die vielfältige Rezeption der Wittenberger reformatorischen Theologie zwischen 1550 und 1570 in Siebenbürgen und Ostungarn
Dr. Edit Szegedi (Universität Klausenburg): Der Kryptocalvinismus in Siebenbürgen zwischen Kampfbegriff und Wirklichkeit

10:30-11 Uhr: Pause

11:00-11:40 Uhr: Vortrag

PD Dr. Kestudis Daugirdas (Universität Mainz): Die Bedeutung der Austauschprozesse zwischen Siebenbürgen und Polen-Litauen für das Werden des Unitarismus

11:40-11:50 Uhr: Dr. Harald Roth: Eröffnung der Wanderausstellung „Reformation in Siebenbürgen“

12:00-18:00 Uhr: Exkursion nach Mansfeld und Eisleben (13:15 Mittagessen auf Schloss Mansfeld)

18:15-19:00 Uhr: Abendessen im Kloster Helfta

19:00-20:00 Uhr: Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen, danach geselliges Beisammensein

Organisatorische Hinweise

Tagungsort: Bildungs- und Exerzitienhaus Kloster Helfta, Lindenstraße 36, 06295 Lutherstadt Eisleben,Tel. (03475) 711-400, Fax (03475) 711-444, gaestehaus@kloster-helfta.de. Bürozeiten: Montag bis Freitag 8.30-16.30 Uhr

Unterkunft ebendort: EZ € 33,50; DZ € 52. Bitte buchen Sie die Unterkunft selbst.

Schriftliche Anmeldung für die Tagung am 10. September 2016 bis 1. August 2016 unter: Siebenbürgen-Institut, 74831 Gundelsheim/N., info@ siebenbuergen-institut.de.Bitte teilen Sie auch mit, ob Sie ggf. an der Exkursion nach Mansfeld (Schloss) und/oder am Abendessen im Kloster Helfta teilnehmen möchten.

21/04 2016

Exkursion zur Lutherstadt Eisleben und zur Jahresversammlung des AKSL vom 6. bis 12. September 2016

Vom 6. bis 12. September 2016 besteht das Angebot, zur AKSL-Jahresversammlung in Martin Luthers Geburtsort Eisleben (Tagungsort: Kloster Helfta) als Exkursionsteilnehmer zu gelangen. Die Reise führt von Heidelberg (Universität) über Aschaffenburg (Schloss Johannisburg), Wertheim (Ev. Stiftskirche), Eisenach (Wartburg, St. Georgskirche, Lutherhaus), Schmalkalden (Schloss Wilhelmsburg, St. Georg), Erfurt (Georgsburse, Augustinerkloster, Stadtspaziergang und Dom), Weimar  (Anna-Amalia-Bibliothek,  Peter-Paul-Kirche), Bad Frankenhausen (Stadtmuseum, Bauernkriegspanorama, Kyffhäuser) nach Eisleben (St. Annenkirche, St. Georg, Luther-Museum) und Mansfeld (Schloss Mansfeld, Elternhaus-Museum, St. Georg) sowie über Halle (Franckesche Stiftungen, Marktkirche, Moritzburg), Gotha (Schloss Friedenstein-Bibliothek) und Marburg (Elisabethkirche) nach Worms (Reformationsdenkmal) zurück.

Die Exkursionsleitung liegt bei Dr. Ulrich A. Wien. Das Reiseunternehmen Schinker wird in bewährter Weise die Reise organisieren. Die Fahrt im modernen Fernreisebus, mit 6 Übernachtungen inkl. Frühstück, kostet 529 € (Einzelzimmerzuschlag 95 €).

Anmeldungen nimmt bis 30. Juni 2016 Frau Beate Schinker entgegen: Reisebüro Schinker, Siebenbürger Platz 19, 51674 Wiehl-Drabenderhöhe, Tel. (02262) 7226-13, Fax (02262) 7226-22, beate@schinker-reisen.de.  

15/04 2016

31. INTERNATIONALE SIEBENBÜRGISCHE AKADEMIEWOCHE

„Kulinarik und Ernährung im Donau-Karpaten-Raum – traditionelle und unkonventionelle Kulturrezepte“

Veranstalter:

  • Studium Transylvanicum
  • Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e. V. (IKGS) an der LMU München
  • Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e. V. Heidelberg
  • Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e. V. Hermannstadt/Sibiu

Datum:

  • 31. August – 6. September 2016

Ort:

  • Lippa/Lipova (Rumänien)

Wer in den Donau-Karpaten-Raum reist, dem bietet sich ein Bild kulinarischer und kultureller Vielfalt. Die Einflüsse verschiedener Traditionen spiegeln sich in den Kochbüchern, Speisekarten und Tischgewohnheiten, bei Festen wie im Alltag, aber auch schon in der Produktionspraxis von Nahrungsmitteln deutlich wider. Fragen der Ernährung wurden bislang vornehmlich als fester Bestandteil von Kulturen einzelner Gruppen und weniger hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten sowie wechselseitigen bzw. „importieren“ Einflüsse betrachtet. Auch der rasante kulturelle, wirtschaftliche und politische Wandel der letzten Jahrzehnte, insbesondere Industrialisierung und Migrationsprozesse, wirkten sich auf die regionalen kulinarischen und gastronomischen Praktiken aus und machten sie noch stärker zu einem transregionalen Phänomen.

Die verschiedenen Dimensionen des Kulinarischen und der Ernährungsgewohnheiten des Donau-Karpaten-Raums sowie Aspekte des Wandels im Spannungsfeld zwischen Subsistenzwirtschaft und Industrialisierung greift die diesjährige Siebenbürgische Akademiewoche auf. Es sollen u. a. folgende Themenaspekte besprochen werden:

  • der wechselseitige Einfluss von Ess- und Trinkgewohnheiten und -ritualen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen, begriffliche Gemeinsamkeiten, Festtagsbräuche;
  • kulturelle Interferenzen in den Alltagsgewohnheiten, geschlechterspezifische Aspekte in der Subsistenzwirtschaft und in der ländlichen Lebenswelt;
  • Kulinarik und Ernährung sowie der Topos „Gastfreundschaft“ im Spiegel literarischer, historischer und journalistischer Quellen (z. B. Erzählungen, Reiseskizzen, Web-Blogs oder Internetseiten, die auf die Kultur dieses Raumes Bezug nehmen);
  • Aspekte der Migration und der „Globalisierung“ regionaler Küche heute: zwischen Biolandwirtschaft und „Fusion Cuisine“ sowie Phänomene migrationsbedingter transregionaler Ernährungsgewohnheiten („Exilküche“).

Die Internationale Siebenbürgische Akademiewoche findet jährlich als Sommerakademie in Siebenbürgen oder in den benachbarten Regionen statt. Ihr Ziel ist es, Studierenden und Jungakademikern, die sich mit diesem Raum beschäftigen, die Möglichkeit zu bieten, ihre Projekte zur Diskussion zu stellen und Kontakte zu knüpfen. Die Akademiewoche richtet sich hauptsächlich an den akademischen Nachwuchs aus den Bereichen der Geschichts-, Politik-, Sozial-, Literatur-, Kunst- und Kulturwissenschaften sowie der Archäologie, der Geografie oder der Religionsgeschichte. Eingeladen sind Studierende, Doktoranden und Postdoktoranden sowie alle an Siebenbürgen Interessierten.

Diejenigen, die während der 31. Siebenbürgischen Akademiewoche ein Referat halten wollen (Vortragssprache Deutsch), werden gebeten, bis zum 15. Mai 2016 ein Exposé und einen Lebenslauf an die Veranstalter (st@siebenbuergen-institut.de) zu senden. Für interessierte Teilnehmende ohne Referat (Anzahl der Plätze begrenzt) gilt die gleiche Anmeldefrist. In beiden Fällen bitte stets folgende Informationen bei der Anmeldung angeben: Alter, Wohnort, Telefon, Forschungsthema und institutionelle Anbindung.

Der Unkostenbeitrag beträgt inklusive Übernachtung und Verpflegung EUR 100. Im Rahmen der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel wird Studium Transylvanicum die anfallenden Reisekosten erstatten.

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration.        

01/04 2016

Schloss Horneck - der Sachstand im Frühjahr 2016

Mit dem Kauf von Schloss Horneck – ermöglicht durch die großartige Spendenbereitschaft der Siebenbürger Sachsen und der ihnen verbundenen Institutionen und Personen – konnten durch den neu gegründeten Verein Siebenbürgisches Kulturzentrum Schloss Hornecke.V. die wichtigsten Kultureinrichtungen, Siebenbürgisches Museum und Siebenbürgen-Institut mit Bibliothek und Archiv, an ihrem bisherigen Standort erhalten werden. Für ihren Ausbau werden sowohl das Institut wie das Museum weitere Räume im Schloss erhalten. Inzwischen wurde ein 3D-Scan des gesamten Schlosses durchgeführt, um genaue Pläne zu erstellen. Auf deren Grundlage werden die anstehenden Maßnahmen des Brand- und Denkmalschutzes geplant sowie die Mietverträge mit den zukünftigen Nutzern ausgestaltet. Darunter fällt die Siebenbürgische Bibliothek, die eine Säule des zukünftigen Nutzungskonzeptes Siebenbürgisches Kulturzentrum Schloss Horneck bildet. Die weiteren Säulen sind das Siebenbürgische Museum sowie ein Internationales Begegnungszentrum.

Im Februar wurden Schäden am Dach festgestellt, für deren Behebung und erforderlichen Erhaltungsmaßnahmen inzwischen die Leistungsbeschreibungen erstellt und die Gewerke ausgeschrieben wurden. Mit dem zuständigen Brandschutzbeauftragten wurden Verhandlungen geführt. Er wird ein Brandschutzkonzept erstellen, nach dessen Umsetzung der Festsaal wieder vollumfänglich genutzt und erste Übernachtungsmöglichkeiten angeboten werden können. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es möglich, den Billardsaal, die ehemaligen Speisesäle und das Veranda-Café für Veranstaltungen anzumieten, da sie nicht von den Brandschutzauflagen betroffen sind. Veranstaltungen des AKSL haben beispielsweise bereits stattgefunden. Dies sind erste Schritte auf dem Weg zur Eröffnung des Kultur- und Begegnungszentrums.

Seit 1. März 2016 ist Martina Handel als Verwaltungskraft des Siebenbürgischen Kulturzentrums Schloss Horneck angestellt. Sie verwaltet die Einnahmen und Ausgaben, versendet Spendenbescheinigungen, sorgt für die Raumvergabe sowie Ordnung und steht für Fragen zur Verfügung. Die Koordination aller mit Schloss Horneck zusammenhängenden Aufgaben, Arbeiten, Konzepte und Pläne obliegt weiterhin dem Vorsitzenden des Vereins Siebenbürgisches Kulturzentrum Schloss Hornecke.V. Hon.- Prof. Dr. Konrad Gündisch. Helfen Sie mit, durch Spenden oder freiwillige Arbeitsleistung mit anzupacken bei anstehenden handwerklichen oder sonstigen Arbeiten.

12/12 2015

Endlich: Geschäftsführung wieder besetzt!

Nach über fünf Jahren der Vakanz konnte die Geschäftsführung des Kulturrats und des Arbeitskreises wieder besetzt werden: Ingrid Schiel, seit zwei Jahrzehnten AKSL-Mitglied und noch länger mit Bibliothek und Archiv vertraut, konnte ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin (in Teilzeit) Mitte Oktober aufnehmen. Sie tut dies zu einem überaus kritischen Zeitpunkt, bedingt durch die neue Situation auf Schloss Horneck und die sich dadurch ergebenden organisatorischen und administrativen Aufgaben. Diese Arbeiten können unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr ehrenamtlich von ferne erledigt werden.

14/09 2014

Das Institutshaus in Gundelsheim, Schlossstraße 41 nach Abschluss der Außensanierung

Institutshaus in Gundelsheim, September 2014, Foto: Jutta Fabritius

Urkundenbuch online

Nun ist es bequem und weltweit über das Internet nutzbar: Das „Urkundenbuch zur Geschichte der Deutschen in Siebenbürgen“, eines der grossen Langzeitprojekte der landeskundlichen Forschung.

1892 erschien der erste Band, herausgegeben vom "Ausschuss des Vereines für siebenbürgische Landeskunde". Sechs weitere Bände folgten, der letzte 1992. 4687 Urkunden aus den Jahren 1191 bis 1486 waren dadurch in gedruckter Form greifbar - für alle, die das Glück haben, diese Bände in die Hand nehmen zu können.

Dieses zu verbessern war dem "Arbeitskreis für siebenbürgische Landeskunde" und seinem Vorsitzenden Dr. Ulrich Wien seit längerem ein besonderes Anliegen. In den vergangenen Monaten konnte Dr. Martin Armgart an der Universität Koblenz-Landau unter Mitarbeit von Forschern in Ungarn und Rumänien eine Online-Präsentation erarbeiten - dank der Förderung des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und mit Hilfe der Software des Kompetenzzentrums für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften der Universität Trier.

Zugänglich ist diese Online-Präsentation nun unter „eTransylvanica“ auf den Seiten des Siebenbürgen-Instituts, unter „eTransylvanica“: http://siebenbuergen-institut.de/special-menu/e-transylvanica/urkundenbuch-zur-geschichte-der-deutschen-in-siebenbuergen-online/ Auch eine Weiterführung des Urkundenbuches kann dann gleich in dieser Datenbank erfolgen.

Über 200 weitere Urkunden sind bereits eingestellt. Über verschiedene Suchmasken wird der Inhalt des Urkundenbuches bandübergreifend recherchierbar. Die Nutzung dieser Fleißarbeit mehrerer Generationen von Urkundeneditoren wird dadurch wesentlich leichter und von jedem Computer-Arbeitsplatz aus möglich - zum 120. Jahrestag des Erscheinen des ersten Bandes.

 


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Praktikum in der Siebenbürgischen Bibliothek

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